Selbst und ständig? – Mit diesen 5 Tipps holst du dir als Selbstständiger den Feierabend zurück

Selbst und ständig? – Mit diesen 5 Tipps holst du dir als Selbstständiger den Feierabend zurück

So ein Gefühl echter innerer Zufriedenheit nach Feierabend kennt eigentlich jeder, und dennoch stellt es sich bei vielen Selbstständige nicht ein.
Gerade im Home Office sehnte ich mich oft danach, auch einmal wieder den Stift fallen zu lassen und wie ein Schulkind nach der 6. Stunde nach Hause zu rennen.
Doch anders als bei Angestellten, bei denen der Arbeitsvertrag die wöchentliche Stundenzahl regelt, benötigen wir Selbstständigen eine andere Struktur, die es uns ermöglicht, uns endlich offiziell in den Feierabend verabschieden zu dürfen. Das Bild oben hat Andrea Mühleck gemacht. Es ist nach einem produktiven Arbeitstag entstanden, an dem ich schon um 14 Uhr mit der Arbeit durch war.

Die Balance zwischen zu viel und zu wenig Arbeit

Manchmal bin ich schon so früh fertig, und manchmal kann ich abends gar nicht mehr aufhören. Wenn ich „zu früh“ fertig bin, fällt es mir echt schwer, meinen Feierabend zu genießen. In der ersten Zeit im Home Office dachte ich oft: „Super, jetzt bist du total produktiv, aber was willst du denn mit der ganzen freien Zeit anfangen? Rumlungern ist für Faulpelze!“ Ich konnte an mir selbst beobachten, wie sehr ich durch den 9 to 5 Arbeitsrhythmus geprägt war.
Was für ein Witz: Wie viele von uns wünschen es sich, selbstständig zu sein und frei über ihre Zeit verfügen zu können, um dann doch in den alten Mustern festzuhängen.

Werde zu deinem eigenen Chef

Die Wahrheit ist: Wir müssen selbst zu unserem Chef werden und eine Ansage machen, wenn es genug ist! So, wie meine alte Chefin bei den ersten Sonnenstrahlen im Jahr zu mir sagte:
„Anna, die Sonne scheint, der Himmel ist blau, du bist jung – mach Feierabend und geh‘ in den Biergarten. Wir machen morgen weiter!“
Genau diesen Freiraum müssen wir uns selbst eingestehen – auch, um mit einer guten Balance leistungsfähig zu bleiben! Wir benötigen dringend die Einstellung, dass wir es uns selber schuldig sind, auch mal an uns zu denken.

Hier sind 5 Tipps, wie du dir das Feierabendgefühl zurückholst!

#1 Nimm dir nur 3 Aufgaben vor

Ich nehme mir jeden Tag nur drei Aufgaben vor. Ich nenne diese Aufgaben übrigens “Frogs”. Warum erzähle ich dir ein anderes Mal.
Also: Nur drei Aufgaben. Wenn ich damit durch bin, mache ich Feierabend. So konzentriere ich mich auf die wirklich wichtigen Dinge in meinem Business anstatt nur den dringenden Aufgaben hinterher zu rennen, die im schlimmsten Fall andere für mich priorisieren.
Du bist dir nicht sicher, wie du die drei “richtigen” Aufgaben auswählst? In meinem 6-Schritte-Kurs für mehr Entspannung und Produktivität im Arbeitsalltag zeige ich dir, wie du jeden Tag deine drei wichtigsten Aufgaben findest.


Wenn du herausfinden willst, welche deiner Aufgaben wichtig und nicht nur dringend sind, schau dir meinen Videokurs an!

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#2 Plane realistisch

In den ersten Wochen lernst du, durch Reflexion, wie viel du wirklich an einem Tag leisten kannst. Ich beobachte ständig, welche Aufgaben ich noch nicht geschafft habe und hinterfrage das Warum. Nach und nach wird meine Einschätzung besser. Wenn du irgendwann den Sweetspot entdeckt hast, kannst du auch darauf vertrauen, dass du zufrieden sein kannst, wenn du alle drei Frogs erledigt hast.

#3 Feiere deine erreichten Frogs

Wenn du dein Ziel erreicht hast, feiere Dich! Setze dir eine imaginäre (Frosch-)Krone auf und sei stolz auf das, was du heute erreicht hast! Wenn du dein Ziel nicht erreicht hast? Lass‘ dich nicht entmutigen. Ziehe die Krone trotzdem auf – ja genau, so weit auf den Kopf, dass sie jeder sehen kann! Nicht alle unsere Frogs liegen zu 100% in unseren Händen. Manchmal spielen äußere Umstände uns einen blöden Streich, an dem wir absolut nichts ändern können.

#4 Beruhige deinen inneren Kritiker

Dann gibt es auch noch so Tage, an denen klappt einfach gar nichts oder du bist krank. Während ich früher oft das Gefühl hatte, ich könnte und müsste noch mehr tun und sogar erkältet im Kundenmeeting saß, sage ich heute laut zu mir: „Ich gebe mir heute frei!“ Damit beruhige ich meinen immens strengen inneren Kritiker, der mich immer zu Höchstleistung anspornen will. Ich sage ihm: „Heute ruhe ich mich aus und morgen bin ich wieder bereit, mich von dir anfeuern zu lassen.“

#5 Nimm Feierabendmomente als To-Do’s auf

Gönne dir mal wieder etwas Besonderes am Feierabend: Ein Bier mit Freunden, Yoga im Park. Egal, was es ist, Hauptsache, du kannst dabei gut entspannen. Ich trage mir auch die schönen Feierabendmomente mit in meine To-Do-Liste ein.

 

Ihr Lieben, dann raus an die frische Luft und rein in den wohlverdienten Feierabend!

Wir arbeiten tagtäglich so hart. Erlauben wir uns, den Feierabend auszukosten!

 

Was sind noch eure Tipps und Tricks für dein Feierabendgefühl?
Schreibe mir!

Mein aktueller 6-Schritte-Kurs ist hilft dir dabei dich jeden Tag so zu fokussieren, dass du entspannt und produktiv durch deinen Tag gleitest. Endlich mehr schaffen in weniger Zeit und schon am Mittag mit einem guten Gefühl den Laptop zuklappen.

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Erfahrungsbericht: Conscious Creator Training, Workshop Nr. 2

Erfahrungsbericht: Conscious Creator Training, Workshop Nr. 2

Am letzten Wochenende war ich in Berlin bei einem Workshop der Life Artist Community, die von Barbara Droubay gegründet wurde. Ich bin vor eineinhalb Jahren durch Zufall auf Barbara gestoßen und habe damals durch die Empfehlung einer Freundin bei dem Einsteigerworkshop Creative D.R.I.V.E. mitgemacht. Danach war ich begeistert und habe direkt das ganze Programm Conscious Creator Training, bestehend aus vier Workshopteilen, gebucht. In dem Programm geht es darum, wie du als kreativ arbeitender Mensch eine Vision entwickelst, sie in die Tat umsetzt und dein Herzensprojekt weiter mit Leidenschaft durchziehst, auch wenn es gerade nicht so einfach ist. Barbara, die das Programm leitet, kommt aus New York und hatte dort 7 Jahre lang einen Jazz Club, ist Künstlerin und arbeitet seit vielen Jahren als Massage-Therapeutin in Berlin.

“Cross the Wall & Start to Work” – Wie du vom Träumen ins Handeln kommst

Der Workshop, von dem ich heute berichte, ist der zweite Workshop in der Reihe. Es ging darum, wie man mit dem Aufschieben von Projekten und Aufgaben umgeht. Wie viele von uns kennen das Gefühl, dass wir tausend gute Ideen haben, aber erst noch dieses und jenes machen müssen, bevor wir wirklich anfangen können? Wir erzählen uns eine Story nach der anderen, warum jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen ist, und verschieben den Start immer weiter nach hinten.

Das Thema Prokrastination – das Aufschieben von Aufgaben – und seine Bewältigung, um endlich ins Handeln zu kommen, passt prima zur Frog List! Deswegen teile ich meine größten Learnings von dem Wochenende.

Vorwarnung: Das, was wir in dem Workshop gemacht haben, sind ungewöhnliche Methoden. Dementsprechend sind sie sicher nicht für jeden das Richtige.

Im Gegensatz zu „denke positiv“ Theorie-Workshops haben wir ganz viel mit dem Körper gearbeitet und beobachtet, wie sich das Aufschieben von Projekten in unserem Körper manifestiert.

Durch Lockerungsübungen und das Entspannen der Muskeln kommen wir dann in einen Flowzustand, der uns ermöglicht, nicht an den alten Gedanken festzuhalten („Ich kann das nicht.“, „Ich weiß nicht wie ich anfangen soll.“, „Meine Arbeit wird niemand kaufen.“)

Die Übungen, die wir machen, sehen am Anfang etwas befremdlich aus. Alle schütteln sich, atmen tief durch den Mund ein und aus, tanzen so eine Art Stop-Tanz. Als ich zum ersten Mal bei dem Einsteigerworkshop war, waren mir die Übungen schon etwas peinlich, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Vor allem als ich gespürt habe, wie locker, warm und entspannt sich mein Körper danach angefühlt hat. Der Körper ist innerhalb weniger Minuten energiegeladen und in einem Flowzustand, wie du ihn vielleicht vom Joggen oder Wandern kennst. Bei Youtube kannst du dir einige Übungen anschauen.

Die Idee hinter den Übungen ist, dass wir anstatt unseren Körper zu verspannen und negative Gedanken zu denken lieber den Körper lockern, Energie tanken und so automatisch in einen Zustand kommen, in dem wir sagen: “Hey, los gehts! Ich habe tausend Ideen und jetzt fange ich an.”

Im Alltag kennst du das vielleicht: Wenn wir gestresst sind, beispielsweise auf der Arbeit, fällt es uns schwer, neue kreative Ideen zu entwickeln. Und wann kommen einem die besten Ideen? Bei mir beispielsweise, wenn ich unter der Dusche stehe und mein Körper entspannt ist.
Damit ich nicht den ganzen Tag duschen muss, bevorzuge ich es, solche Übungen und Tools zu lernen, um meinen Körper in den richtigen Kreativmodus zu bringen.

Hier sind meine beiden größten Learnings aus dem Workshop:

1. Ich kann meine Gedanken durch meine Körperhaltung verändern und so selbst wählen, in welchen „Status“ ich mich begeben möchte

Vor dem Workshop hätte ich das nicht geglaubt! Unsere Emotionen beeinflussen unsere Körperhaltung. Wenn ich zum Beispiel sauer bin, wird meine Stirn kraus, ich spanne meinen Bauch an, ich drücke meine Zunge gegen die Zähne.

Mach mal einen Test und stelle dir eine Situation vor, in der du richtig sauer warst. Spüre, welche Muskeln du anspannst.

Wenn ich meinen Status jetzt ändern möchte, ist der Trick nicht einfach zu denken: „Ich bin happy, ich bin happy“, sondern bewusst die Körperhaltung zu ändern. So ändern sich gleichzeitig automatisch die Gedanken. Ich entspanne meinen Bauch, atme tief ein und aus, lasse meinen Kiefer locker.
Das erinnert mich daran, dass wenn ich eine Erkältung habe, ich auch meistens negative Gedanken habe. „Boah, mir geht es so schlecht. Ich bin so schwach. Ich habe keine Lust auf Menschen.“ Und wenn ich gerade vom Yoga oder Sport komme, bin ich zufrieden und ausgeglichen und denke an schöne Sachen.

Als ich diese Übungen das erste Mal im Workshop gemacht habe, war ich so überrascht und von den Socken, dass ich einen Tag nur rumgelaufen bin, auf meine Arme und Hände gestarrt habe und mir dachte: Unser Körper ist so ein krasses Wunder. Wie kann ich so lange mit dem Teil rumlaufen, ohne dass mir das vorher aufgefallen ist!

2. Ich kann mein Energielevel selbst regeln.

Bei mir ist es oft so, dass ich am Anfang einer Aufgabe ziemlich träge bin und keine Lust habe anzufangen. Dann aber, wenn ich angefangen habe, bin ich voll drin. Ich esse nicht, trinke nicht, gehe nicht aufs Klo, weil ich „diesen einen Teil noch fertig machen muss“. Ich habe dann so viel Spaß, dass ich gar nicht stoppe möchte. Nach ein paar Stunden kommt dann der Crash und ich bin völlig durch vom Tag. Der Hack für einen gleichmäßig guten Flowzustand sind bei mir zwei Dinge:

  1. Wenn ich träge bin, bewege ich mich. Das kann zwei Minuten Schütteln, Tanzen, Springen, Yoga, Boxen…was auch immer sein. Und das auch, wenn ich gar keine Lust darauf habe! (Weil das werde ich in dem Zustand eh nicht haben.) Danach zähle ich von 5 rückwärts und fange an.
  2. Wenn ich hyper hyper bin – und es sich eigentlich total gut anfühlt und eigentlich nicht aufhören möchte – mache ich regelmäßig eine Pause, mache eine Atemübung und kümmere mich um meine Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Klo, Luft). Gerade bin ich auf dem Weg im ICE von Berlin nach München war gerade voll am Schreiben im Flow und habe dann erstmal eine Pause eingelegt, mein Müsli gegessen, bin zur Toilette gelaufen (3 Wagen weiter) und habe etwas getrunken. Und nochmal: Obwohl ich gerade wirklich weitermachen wollte.
    Ich habe allerdings gelernt: Alles, was hoch kommt, kommt auch wieder runter. Stell dir eine Kurve vor, die stark nach oben und unten ausschlägt. Ziel ist es nicht, die ganze Zeit auf 150% zu gehen, sondern sich um die 100% zu bewegen.

In dem Workshop habe ich für mich persönlich gemerkt, wie viel Leidenschaft, Liebe und Verbundenheit ich in die Frog List stecke. Mir liegt es wirklich am Herzen, dass das Frog List Programm, an dem ich gerade arbeite, ein Erfolg wird und viele Selbstständige dabei unterstützt, ihre Projekte umzusetzen und sich dabei wohlzufühlen.

Mein Fazit zum Conscious Creator Training:

Wem würde ich den Workshop nicht empfehlen?

  • Wenn du schon 100% happy mit deinem Job bist und keine Probleme mit Aufschieben von Projekten hast
  • Wenn du gar kein Englisch verstehst, denn der Workshop ist auf Englisch
  • Wenn du bei dem Wort Coaching schon einen Würgereiz bekommst

Wem würde ich den Workshop empfehlen?

  • Wenn du Lust hast, aus deiner Komfortzone herauszukommen
  • Wenn dir körperliche Sachen Spaß machen
  • Wenn du Lust hast, dich wirklich kennenzulernen und deine eigenen „Stories“, die du dir erzählst, aufzulösen

Infos zum Kurs:
Um zu sehen, ob das ganze Konzept zu dir passt, empfehle ich dir den Einsteigerworkshop Creative D.R.I.V.E. am 24.-25. März in Berlin.
In den beiden Tagen bekommt man einen guten Überblick über das Programm und lernt auch ohne sich später für die Folgeworkshops anzumelden nützliche Taktiken, um größer zu träumen, seine Projekte anzugehen und dranzubleiben.

Wenn du Fragen hast, dann schreibe mir hier ein Kommentar – oder einfach per Mail an anna@froglist.de!

Trust the f***ing process! Wie du dein Business durch unsichere Zeiten steuerst

Trust the f***ing process! Wie du dein Business durch unsichere Zeiten steuerst

Wenn du dein eigenes Business hast, kennst du bestimmt das Gefühl, dass gerade einfach gar nichts voran geht. Nichts läuft so, wie du es geplant hast und du kannst dir im Leben nicht vorstellen, dass du irgendwann bei deiner Vision ankommst.

Wir Selbstständigen machen eine Visionsübung nach der anderen, malen uns unsere erfolgreiche Zukunft aus und die Realität sieht einfach nur…naja, halt realistisch aus.
Zumindest fühlt sich mein Herzensprojekt meistens auch eher nach Arbeit an. Ab und zu gibt es Glanzpunkte, die mich erahnen lassen, dass ich in die richtige Richtung laufe.

Meine Geschichte

Heute bin ich als selbstständige Desig Thinking Beraterin unterwegs. Aber vor ein paar Jahren hatte ich zuerst mit zwei Kollegen die Beratungsfirma openmjnd gegründet. Wir gaben Firmen unsere ersten Design Thinking Workshops.

Wir waren noch ganz am Anfang und hatten bei jedem Workshop Angst, dass die Teams nicht auf gute Ideen kommen oder in der Diskussion stecken bleiben.

Nach außen haben wir die lustigen Moderatoren gespielt und in der Mittagspause haben wir uns in der Toilette versteckt, gegenseitig panisch angeschaut und gehofft, dass die Lösungen der Teams am Ende gut werden. Wir hatten echt Schiss, dass jemand sagt: “Verschwindet, ihr Wichtigtuer! Wir haben bei eurem Ideenworkshop nicht eine einzige gute Idee herausbekommen!”

Der Design Thinking Process

Im Design Thinking gibt einen sechsstufigen Prozess, den wir durchlaufen, um auf innovative Ideen zu kommen. Die erste Hälfte des Prozesses ist der PROBLEMRAUM und die andere Hälfte der LÖSUNGSRAUM.

image of the design thinking process

Wir beschäftigen uns beim Design Thinking fast 70% der Zeit damit, das eigentliche Problem hinter der Aufgabenstellung zu identifizieren und nur 30% damit, eine Lösung zu finden.

„Wenn ich eine Stunde Zeit hätte ein Problem zu lösen, würde ich 55 Minuten über das Problem und 5 Minuten über die Lösung nachdenken.“
– Albert Einstein

Das Problem am PROBLEMRAUM ist, dass er sich für uns Menschen ziemlich unsicher anfühlt. Wir wollen schnell Lösungen finden, das Resultat sehen – denn darauf wurden wir jahrelang in der Schule und im Berufsleben trainiert!

Wenn unsere Teams im Design Thinking Workshop noch im Problemraum waren, dann hatten sie tiefe Falten auf der Stirn und waren nicht happy. Das Team fühlte sich unwohl und wollte diese Unsicherheit, die mit dem Problemraum verbunden ist, einfach nicht wahrhaben.

Sobald sie aber in den Lösungsraum kamen und angefangen haben mit Post-Its wilde Ideen an die Wand zu werfen und bunte Prototypen zu bauen, löste sich direkt die Stimmung und jeder – wirklich jeder – Workshop, war für die Firmen ein Erfolg.

Dieser Design Thinking Prozess funktioniert einfach hundertprozentig!

Vertrauen in den Prozess aufbauen

Wir als junge Coaches brauchten fast zehn Workshops, um zu verstehen, dass wir keine Angst haben brauchen, dass keine Lösung herauskommt, weil es wirklich immer funktionierte.

In dieser Zeit entwickelten wir den Spruch: Trust the Process!

Okay, um ehrlich zu sein sagten wir uns immer: Trust the fucking Process!

In der Pause, wenn einer von uns zweifelte, haben die anderen beiden ihm einfach nur “Trust the fucking Process!” entgegen geworfen, und damit war die Sache gegessen.

Wir als openmjnd Team meinten damals wirklich den “Design Thinking Prozess”, aber das Konzept lässt sich eben auch auf dein Leben und dein Business übertragen!

Der Transfer vom Workshops in den Alltag

Wir befinden uns als Selbstständige und Gründer in ständiger Unsicherheit, wie unsere Zukunft verlaufen wird. Wir kennen noch nicht all die tollen Ideen, Kurse, Projekte, die wir in Zukunft starten werden. Weil wir leider keine Zeitmaschine besitzen. Wir befinden uns die meiste Zeit in diesem unsicheren Problemraum.

Wie oft hocke ich zuhause rum und denke mir: “Das wird nie was! Das kann gar nichts werden!” Ich habe Angst, dass ich komplett in die falsche Richtung renne und meine Vision niemals erleben werde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich eine Lösung finden werde.

In diesen Momenten erinnere ich mich an mein altes Team, wie wir in der Toilette standen und uns gegenseitig mit “Trust the fucking Process” beruhigten.

Der Prozess der Selbstständigkeit kann richtig hart sein oder auch Spaß machen, aber solange wir unsere Vision kennen, bleibt uns nichts anderes übrig als diese zu halten und dem Prozess zu vertrauen. In dem Sinne:

Hold the vision trust the process image

Nun zu dir: Traust du dem Prozess? Wie gehst du mit dem Gefühl um, dass du in die falsche Richtung rennst? Schreibe mir in den Kommentaren!

Deine persönliche Morgenroutine – dein perfekter Start in den Tag!

Deine persönliche Morgenroutine – dein perfekter Start in den Tag!

Es ist 06.30 Uhr. Ich drücke auf Snooze. Nur noch fünf Minuten dösen, bitte. 06.35 Uhr. Noch einmal snoozen und umdrehen – dann stehe ich wirklich auf.

Kennst du das? Du drückst so lange auf Snooze, bis gar nichts mehr geht? Dann schnell duschen, hektisch fertig machen, kurz einen Kaffee trinken, Schlüssel suchen und los geht’s?

WILLKOMMEN IM HAMSTERRAD!

Ich habe mich häufig dabei erwischt, wie ich morgens dachte: „Jetzt musst du aber mal aufstehen, sonst wird alles so stressig!“ Aber häufig ist es bei dem einem Gedanken geblieben. Lieber wollte ich nochmal dösen, statt den Tag motiviert anzufangen.

An solchen Tagen war der Stress für den Tag schon vorprogrammiert.

ERFOLG BEGINNT AM MORGEN – WEISS AUCH DIE WISSENSCHAFT

Eins steht fest: Erfolgreiche Menschen nutzen den Morgen! Roy Baumeister, Psychologie-Professor der Florida State University hat herausgefunden, dass die Willenskraft so ist wie ein Muskel: Sie erschlafft bei übermäßigen Gebrauch.

Er hat auch herausgefunden, dass erfolgreiche Menschen ähnliche Dinge in der früh tun: angefangen bei Wasser trinken, über sportliche Betätigung bis hin zum Dankbarkeits-Tagebuch.

Allerdings: Laß’ Dich nicht von der Managerliteratur oder Wissenschaft verunsichern. Hol‘ Dir dort die Inspiration, die du brauchst und dann probiere Dich einfach aus!


Du kannst dich morgens nicht so richtig motivieren und bist den ganzen Tag unproduktiv?
Mit dieser praktischen Checkliste findest du Inspiration und Energie für deinen Arbeitstag!

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WIE DU DEINEN TAG ANFÄNGST, SO WIRST DU IHN AUCH BEENDEN

Eines Tages erzählte mir ein Freund: „Wer hektisch startet, endet auch hektisch. Wer mit Ruhe und Muse beginnt, sich Zeit für sich und seine wichtigsten Projekte nimmt, der geht abends auch so wieder ins Bett.“

So etwas wollte ich auch. Aber um fünf Uhr aus dem Bett zu steigen? No chance! Da macht mein Körper nicht mit.

WER BIST DU AM MORGEN?

Du musst nicht um fünf Uhr aufstehen und zwei Stunden im Kopfstand verbringen.

Du musst auch nicht super-ambitioniert in den frühen Morgenstunden für deinen Marathon trainieren. Viel wichtiger ist: Lerne Dich am Morgen kennen! Was benötigst du? Vielleicht motiviert Dich ein gutes Buch, ein reichhaltiges Frühstück?

Wichtig: Du musst nicht stundenlang irgendwelche Dinge machen, ein paar Minuten Zeit am Tag nur für dich reichen schon aus, um mit frischer Energie in den Tag zu starten!

Benötigst du noch Unterstützung, wie du deine persönliche Morgenroutine findest und entwickelst?

Eva Hunger, Life-Coach aus Köln, hat einen super interessanten Podcast dazu gemacht, den ich dir gerne mit auf den Weg geben möchte: Warum eine Morgenroutine so wertvoll ist und wie du deine entwickelst!

Meine persönliche Morgenroutine

Meine eigene Morgenroutine hat durch meine Yogalehrerausbildung im YAMYOGA begonnen. Während der Ausbildung war es Pflicht, dass wir jeden Tag – wirklich jeden Tag – 7 Minuten Yoga machen und 3 Minuten Meditieren. Das klingt nicht nach einer großen Errungenschaft, doch das Wichtigste am Anfang ist das etablieren einer Routine, die so einfach ist, dass du sie auf jeden Fall schaffst!

Nach drei Monaten, als die Routine drin war, bin ich auf 12 Minuten Yoga und 18 Minuten Meditation umgestiegen. Das mache ich heute noch!

Und so sieht meine Morgenroutine gerade aus:

  1. Ich gönne mir jeden Morgen einmal Snoozen. Das sind 7 Minuten zwischen dem ersten Klingeln und dem Aufstehen.
  2. Zu meiner aktuellen Lieblingsmusik tanze ich aus dem Bett in mein Zimmer.
  3. 10 Minuten das F.R.A.M.E. Training von Barbara Droubay der Life Artist Community machen – das ist Körpertraining, das mir hilft Gefühle wie Angst, Selbstzweifel und Scham in Kreativität, Energie und ein Flowgefühl zu wandeln.
  4. 12 Minuten verschiedene Yogaübungen.
  5. 18 Minuten Meditation – ganz klassisch und simpel: Konzentration auf den Atem.
  6. Dankbarkeit: Ich nehme mit meinem Handy auf, für was ich heute dankbar bin.

Das Ganze dauert ungefähr eine Stunde. Wenn ich wirklich keine Zeit habe, gehe ich zurück zu den Basics und mache nur Yoga und Mediation. Das ist inzwischen so stark bei mir einprogrammiert, dass mir den ganzen Tag etwas fehlt, wenn ich diese beiden Dinge am Morgen nicht erledigt habe.

Es geht immer um die Routine, nicht um Bestleistungen!

Der Pro-Trick ist: Suche dir zuerst eine kleine Sache, die du am Morgen machen möchtest. Ziehe diese Sache wirklich durch. Und wenn es nur ein Glas Wasser trinken ist. Je kleiner der Vorhaben, desto eher bist du motiviert es wirklich durchzuziehen. Der Stolz kommt vom Durchhalten.

Probiere es aus.

Ausreden, Hektik, Sprunghaftigkeit und Planlosigkeit haben bei deiner richtig gewählten Morgenroutine keinen Platz mehr. Weil du für dich klar hast, dass deine Routine super wertvoll für dich ist und du nicht entscheiden musst, ob du sie machst. Auch an den anstrengenden Tagen.

Wie startest du in den Tag? Teile gerne deine Morgenroutine in den Kommentaren und wir sammeln gemeinsam Ideen für Morgenroutinen!


Fällt es dir schwer, morgens gleich loszustarten mit dem Arbeiten?
Wünschst du dir aus dem Bett zu springen und voller Freude mit dem Arbeiten zu beginnen? Hol dir die kostenlose Frog List Checkliste, um deine eigene Routine zu entwerfen!:

Wie du ultra motiviert in den Tag startest

Die Sache mit dem Frosch: So überwindest du Prokrastination

Die Sache mit dem Frosch: So überwindest du Prokrastination

“IF IT’S YOUR JOB TO EAT A FROG, IT’S BEST TO DO IT FIRST THING IN THE MORNING. AND IF IT’S YOUR JOB TO EAT TWO FROGS, IT’S BEST TO EAT THE BIGGEST ONE FIRST.”
— Mark Twain

Schon Mark Twain wusste, wie man am besten mit Prokrastination umgeht: „Wenn du morgens nach dem Aufstehen als Erstes einen lebenden Frosch verspeist, kannst du motiviert durch den Tag gehen. Du kannst darauf vertrauen, dass es das Schlimmste war, was dir an diesem Tag passieren kann.“
Da wir glücklicherweise hierzulande keine echten Frösche essen müssen, sondern uns unsere Frösche mehr oder weniger frei aussuchen dürfen, finde ich sein Zitat im metaphorischen Sinne absolut perfekt.

Was hat das mit dem Frog zu tun?

Der Frog steht symbolisch für alle Aufgaben, die unangenehm sind, und die wir deswegen vor uns herschieben.
Jeder von uns hat seinen inneren Schweinehund und drückt sich vor den unangenehmen, langweiligen und frustrierenden Aufgaben. Ob das längst fällige Telefonat mit dem Finanzamt, das klärende Gespräch mit einem Business Partner oder die Fertigstellung der Rechnung – Hand auf’s Herz: Wer von euch geht bei diesen Aufgaben so richtig enthusiastisch und voller Elan an die Sache? Eben!
Stattdessen werden wir Meister des Aufschiebens und fallen in ein Motivationstief. Wir prokrastinieren, was das Zeug hält. Wir vertagen unseren Arbeitsbeginn oder unterbrechen unsere Arbeit so häufig, dass wir am Ende des Tages ohne Ergebnis dastehen und die Arbeit wieder auf den kommenden Tag verschieben – und das führt zu Stress.

Die Aufgaben, die wir vermeiden, bringen uns näher zu unseren Zielen.

Ein Problem ist, dass die Aufgaben, die wir so gerne vertagen, eigentlich sehr wichtige Aufgaben sind, die eben getan werden müssen, um uns ein Weiterkommen zu ermöglichen. Damit meine ich nicht nur das Weiterkommen der Arbeit per se, sondern auch das Weiterkommen in unserem Denken. Genau deswegen ist das schnelle Erledigen dieser „Frogs“ so wichtig.

“WHEN IN DOUBT, THE MOST IMPORTANT TO-DO IS TYPICALLY THE ONE THAT MAKES YOU THE MOST UNCOMFORTABLE, OFTEN INCLUDING A CHANCE OF REJECTION, PAIN OR FAILURE.”
— Tim Ferris, Autor von „Die-4-Stunden-Woche“

Haben wir eine schwierige Aufgabe bewältigt, sind wir frei mit unseren Gedanken und können uns auf neue Ideen einlassen. Wir fühlen uns erleichtert, weil wir das für uns schwierigste Kapitel des Tages hinter uns haben.

So erledigst du am besten deine Frogs – die Froglist-Methode

Den Ausspruch „Eat that frog!“ prägte übrigens der amerikanische Managementforscher Brian Tracy, der in dem gleichnamigen Buch beschreibt, wie man „Frogs“ am besten erledigt – am Besten direkt als Erstes am Morgen. Meine Froglist-Methode basiert darauf, geht aber für eine zusätzliche Erfolgswahrscheinlichkeit noch ein kleines Stück weiter:

  • Analysiere: Welchen Frog hast du vor dir? Ist es eine große, eine unangenehme oder eine zeitaufwendige Aufgabe?
  • Schneide den Frosch in Scheiben: Wenn die Aufgabe zu unübersichtlich ist, nimm dir einzelne Teile vor, die du in 30 Minuten erledigen kannst.
  • Auf den Tisch: Lege dir am Abend zuvor die Vorbereitung auf den Tisch, so dass du morgens gleich anfangen kannst.

Du kannst dich morgens nicht so richtig motivieren und bist den ganzen Tag unproduktiv?
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Der Praxistest

Meine schlimmsten Frogs sind Dinge, wie das Vereinbaren von Arztterminen und das Verschicken von Paketen. Mit der Zeit habe ich mit Hilfe der Froglist-Methode gelernt, dass die Aufgaben nicht so schlimm sind, wenn ich sie nicht so lange aufschiebe. Der Schmerz beim Aufschieben ist sogar größer als das unangenehme Gefühl beim Erledigen. Wenn es währenddessen nicht 100%-ig läuft, dann liegt es meist daran, dass mir die einzelnen Schritte bis zum Ziel nicht bewusst sind. Daher schreibe ich mir jeden Schritt genau auf und hake einen nach dem anderen ab. Inzwischen macht es mir sogar fast Spaß, mit der Froglist-Methode die Aufgaben nacheinander wegzuschaufeln, dann im Check-Out-Telefonat mit meinem Work Buddy davon zu erzählen.

Und? Hast du die Methode schon einmal ausprobiert? Was fällt dir dabei leicht oder besonders schwer? Erzähle mir davon in den Kommentaren!
Den dicksten Frosch zuerst zu essen ist übrigens einer der Schritt meines 6-Schritte-Systems für einen produktiven und entspannten Arbeitstag. Ich habe einen kurzen Videokurs entwickelt, der dir zeigt, wie du ultraschnell deine Ziele erreichst und mehr Zeit für die Dinge im Leben hast, die du am liebsten tust.
(Bei mir ist das beispielsweise Yoga)

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